CMS - Geschrieben von Bernhard Hiegl am Mittwoch, 25. Februar 2009, 2:13 Uhr - 3 Kommentare

ExpressionEngine

ee_logo2.jpgWenn man sich im Laufe der Jahre durch die meisten populären CMSe gekämpft hat, ist man nicht mehr so leicht zu überraschen.

Die intimere Kenntnis der jeweiligen Methoden und Philosophien erlaubt ein Urteil zu Flexibilität, Mächtigkeit und Lernkurve. Man lebt dann mit den jeweiligen Nachteilen.

Sieht man sich nun ExpressionEngine etwas näher an, drängt sich die Frage auf, warum nicht auch andere Tools so einfach und doch so universell funktionieren können.

Im Grunde könnte ich die jeweiligen Templating-Methoden nach Typen anordnen. Am einen Ende stünde sicher die Typo3-Methode, bei der eine mächtige Template-Sprache existiert, die nahezu alles ermöglicht aber die Hürden für EinsteigerInnen dadurch gewaltig erhöht.

Eine andere große Gruppe umfasst die Tools, deren Templates aus XHTML/PHP bestehen, welches mit fest definierten Systemfunktionen (aka hooks) sowohl für Content als auch für Design angereichert wird. Obwohl Joomla und Wordpress doch recht verschieden sind, folgen beide diesem Weg. Dies ist der Grund dafür, dass es bei beiden große Mengen an freien und kommerziellen Templates gibt

Die “hooks-Methode” wird zwar auch bei ExpressionEngine verfolgt, jedoch nicht zur Erstellung des Designs sondern lediglich zur Steuerung des Contents. Dies eröffnet dem Desinger ungeahnte Freiheiten.

Ein reines HTML-Template lässt sich einfach ohne Änderungen in ExpressionEngine einfügen und sieht dann genauso aus, wie außerhalb des CMS. Anschließend können beliebig viele Templates und Templategruppen frei erzeugt werden, was im Vergleich zu Wordpress oder Joomla wie eine Offenbarung wirkt.

Natürlich ist so nicht im Eiltempo eine dynamische Seite zu erzeugen, wie es bei den anderen beiden der Fall ist, aber dafür gibt es keinen Kampf mit den Beschränkungen des Systems, die nicht das erlauben, was man braucht.

Mein Tipp: ExpressionEngine sollte einen festen Platz im Portfolio jedes Webdesigners haben. Auch wenn die Vollversion nicht kostenfrei ist.

3 Kommentare

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WP-Liebhaber
Mittwoch, 25. Februar 2009, 15:57 Uhr

Offenbar nutzen alle Designer-Freaks dieses EE mit Vorliebe. Warum ist aber die Wordpress-Methode trotzdem so populär? Einfachheit ist für mich das wichtigste Kriterium.

Bernhard Hiegl
Dienstag, 3. März 2009, 9:44 Uhr

Ich denke, dass die Popularität von Wordpress und Joomla zum großen Teil auf der scheinbaren Einfachheit ihres Design beruht. Wenn es hunderte von Themes gibt, findet man leicht eines, dass “passt”. Das nimmt man dann unverändert oder leicht verändert.

Eine Seite, die mit WP oder J gemacht ist, erkennt man mit etwas Übung daher relativ leicht. Seiten, die auf EE basieren, haben dagegen selten etwas gemeinsam.

tom
Donnerstag, 18. Juni 2009, 12:37 Uhr

Ich finde ich Expression Engine wirklich gelungen. Ein gute CMS ist meiner Meinung nach Redaxo. Ist sehr universiell einsetzbar und bietet viele Möglichkeiten. Ein Blick darauf lohnt sich.

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